Zur Person

Rafael Rennicke ist Musikwissenschaftler und leidenschaftlicher Musikvermittler. Seit mehr als zehn Jahren wirkt er als Dramaturg, Moderator, Kurator und Publizist für führende deutschsprachige Kultur-Institutionen, so u. a. für Konzertveranstalter wie die musica viva München, das Gewandhaus zu Leipzig und die BASF Kultur, für Musikfestspiele wie die Schwetzinger SWR Festspiele, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und Young Euro Classics Berlin, sowie für Zeitungen (Südwestpresse, Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Fachzeitschriften (Neue Zeitschrift für Musik). Nach seinem Studium der Musikwissenschaft und Allgemeinen Rhetorik an der Universität Tübingen, wo er sich in diesem Jahr promoviert, war er Stipendiat der Exzellenzinitiative „Masterclass on Music Education“ der Körber-Stiftung Hamburg und von 2015-2018 Konzertdramaturg an der Oper Stuttgart. 2018 war er Mitbegründer des Audio- und Video-Dienstleistungsunternehmens „art.philo-media“. Seit 2019 ist er Musikredakteur beim Kulturradio SWR2 in Baden-Baden.

Für das Staatsorchester Stuttgart verantwortete er an der Seite von Generalmusikdirektor Sylvain Cambreling und Opernintendant Jossi Wieler die Programmplanung und Dramaturgie der Konzertreihen (Sinfonie-, Kammer-, Lunch- und Sonderkonzerte) sowie das Jubiläum „425 Jahre Staatsorchester Stuttgart“ in der Spielzeit 2017/18. Es kam dabei zur Zusammenarbeit u. a. mit den Komponisten Mark Andre, Pascal Dusapin, Georg Friedrich Haas, Toshio Hosokawa und Helmut Lachenmann, mit den Dirigenten Hartmut Haenchen, Manfred Honeck, Marek Janowski, Alexander Liebreich und Alejo Pérez sowie mit den Interpreten Gidon Kremer, Carolin Widmann, Frank Peter Zimmermann, Till Fellner, Martin Stadtfeld, Mike Svoboda, Alisa Weilerstein und dem Arditti Quartet. Im Rahmen des Jubiläums „425 Jahre Staatsorchester Stuttgart“ kam die Orchesterfassung der „Marche fatale“ von Helmut Lachenmann zur Uraufführung und erschienen die Festschrift „So klingt Vielfalt!“ sowie die 90-minütige Filmdokumentation „Das Glück erfüllter Gegenwart“.

Nachdem Rafael Rennicke in den Jahren 2014 und 2015 im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern das Begleitprogramm der Festivals „360 Grad Streichquartett“ (mit dem Artemis Quartett und Belcea Quartet) und „360 Grad Viola“ (gemeinsam mit Nils Mönkemeyer) kuratiert hatte, gastierte er dort in den Jahren 2017 und 2018 als Dramaturg und Regisseur inszenierter Kammerkonzerte zu Bildern von Caspar David Friedrich („Der Wanderer“; „Kreidefelsen auf Rügen, der Tod und das Mädchen“). Seit seinem Stipendium in der „Masterclass on Music Education“ der Körber-Stiftung gilt sein Interesse verstärkt dem Entwickeln und Gestalten neuer Formen des Musik-Erlebens. Neue Akzente setzt er als Programmheft-Autor und Moderator von Konzerteinführungen und Künstlergesprächen.

Rafael Rennicke war mehrfacher Landes- und Bundespreisträger bei den Wettbewerben „Jugend musiziert“ und „Deutsche Sprache und Literatur“ und studierte  Musikwissenschaft und Allgemeine Rhetorik an der Universität Tübingen, 2002-2005 als Stipendiat der Studiendstiftung des deutschen Volkes. 2007 Magister Artium mit Auszeichnung. 2008-2010 war er Landesgraduierten-Stipendiat der Universität Tübingen, 2009 mit einem Forschungsaufenthalt in Paris. Seine Veröffentlichungen zur Musik des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur Musik der Gegenwart erschienen u. a. in den Fachzeitschriften Archiv für Musikwissenschaft, Die Musikforschung und Musik & Ästhetik. In diesem Jahr promoviert er sich mit seiner Dissertation über den Zusammenhang von Musik und Erinnerung im 19. Jahrhundert (Berlioz und die Ranz des vaches-Rezeption im 19. Jahrhundert).

Von 2005-2017 war Rafael Rennicke Vorstandsmitglied der Stiftung Musikforschung in Baden-Württemberg. Er ist Mitglied der Jean-Paul-Gesellschaft, der Deutschen Liszt-Gesellschaft, der Association Nationale Hector Berlioz, der Gesellschaft für Musikforschung, der Gesellschaft für Neue Musik sowie der Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg. Im Jahr 2000 erhielt er den Kulturpreis seiner Geburtsstadt Rottweil.

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